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FAQ's Mikroplasma- und Plasmalichtbogenschweißverfahren:
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Was versteht man unter dem Plasmalichtbogenschweißverfahren und wodurch unterscheidet es sich vom WIG-Kurzzeitschweißen?
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Beim Plasmaschweißen wird der brennende Lichtbogen durch eine zwischen Wolframlektrode und Werkstück liegende wassergekühlte Düse eingeschnürt. Dadurch wird der Durchmesser des Plasmalichtbogens im Vergleich zum WIG- Lichtbogen verringert und gleichzeitig die Energiedichte deutlich erhöht. In der Folge ist die Naht bei gleich tiefem Einbrand deutlich schmaler als beim WIG-Schweißen. Damit verbunden ist ein geringerer Verzug und geringere Nacharbeiten. Die Stabilität des Lichtbogens ist größer als beim WIG- Lichtbogen. Daraus resultiert die höhere Qualität von Plasmaschweißverbindungen, die sich in der Regel durch sehr glatte Nahtoberflächen, sehr niedrige Porigkeit und hohe Dichtheit auszeichnet.
Das Plasmaschweißen bietet teilweise auch dann noch eine Lösung, wenn andere Verfahren wegen rissanfälliger oder zur Porenbildung neigender Werkstoffe nicht geeignet sind.
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| Wann spricht man vom Mikroplasmaschweißen? |
| Beim Mikroplasmaschweißen handelt es sich um jenen Bereich des Plasmaschweißens, bei dem der Schweißstrom im Stromstärkebereich unterhalb von 25 A sehr fein und zugleich stabil eingestellt werden kann. |
| Kann man mit den Geräten der plasmaJET Serie Mikroplasmaschweißen? |
| Ja, die Geräte plasmaJET50, plasmaJET100 sowie plasmaJET100SPS verfügen über eine Umschaltmöglichkeit zwischen dem Mikroplasma- und Plasmaschweißen. |
| Welche Vorteile bietet das Plasmalichtbogenschweißen beim Auftragschweißen? |
Die hohe Lichtbogenstabilität des Plasmalichtbogens bildet in Verbindung mit den sehr fein und reproduzierbar einstellbaren Schweißparametern ideale Voraussetzungen zum Auftragschweißen. Besonders bei sehr anspruchsvollen Reparaturen, wie bei feinen Kanten von Werkzeugen, ist das Plasmaauftragschweißen anderen Verfahren weit überlegen!
Der Auftragwerkstoff wird entweder in Stabform manuell oder als Endlos-Draht mechanisiert mit einem Drahtvorschubgerät zugeführt. Bei Plasmapulverauftragschweißen wird der Zusatzwerkstoff pulverförmig vollmechanisiert über den Brenner dem Plasmalichtbogen zugeführt. Der Grad der Aufmischung mit dem Grundwerkstoff ist sehr gering. |
| Hart- und Weichlöten mit dem Plasmalichtbogen? |
Der gut dosierbare Wärmeeintrag durch den Plasmalichtbogen kann sehr gut zum Hart- und Weichlöten eingesetzt werden. Zum Weichlöten wird dabei ein Plasmalötbrenner mit indirekt zum Werkstück übertragenen Lichtbogen verwendet. Der Lichtbogen brennt hier nur zwischen der Elektrode und der Plasmadüse des Brenners . Das Werkstück ist potentialfrei. Durch das Pilotgas wird der Plasmalichtbogen aus der Düse gedrückt und erreicht so die Lötstelle.
Beim Hartlöten werden „normale“ Plasmaschweißbrenner eingesetzt. Das Werkstück ist „+“-gepolt. Das Hartlot wird manuell oder mit einem Kaltdrahtvorschubgerät der Lötstelle zugeführt. Ein wichtiges Anwendungsgebiet ist z.B. das Löten von verzinkten Blechen in der Automobilindustrie. |
| Plasmapunktschweißen versus Widerstandspunktschweißen |
| Der Einsatz des Plasmapunktschweißverfahrens ist gegebenenfalls überall dort interessant, wo das Widerstandspunktschweißen wegen der Zugänglichkeit des Werkstoffs oder wegen der Wirkung von Nebenschluss beim indirekten Punktschweißen nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt. Die zu verbindenden Teile werden überlappt angeordnet. Mit dem Plasmaschweißbrenner werden die Teile aufeinander gepresst und der automatische Schweißablauf gestartet. Das Plasmapunktschweißverfahren lässt sich sowohl manuell als auch automatisiert durchführen. |
| Schmelzen von Gläsern (Glasmaterial) mit dem Plasmalichtbogen |
| Mit dem indirekten Plasmalichtbogen können auch elektrisch nicht leitfähige Werkstoffe umgeschmolzen werden. Heute stehen serienmäßig “Lötbrenner“ mit Leistungen bis 2 kW zur Verfügung. |