FAQ's Mikroflammlötgeräte:

Das erzeugte Gas ist Knallgas! Sind die Geräte deshalb gefährlich?

In Deutschland gilt für die sicherheitstechnische Ausstattung der Geräte die DIN 32 508, die zuletzt im Jahr 2000 überarbeitet wurde! Diese Bauvorschrift legt detailliert die notwendigen sicherheitstechnischen Einrichtungen und Maßnahmen für derartige Geräte fest! Unter anderem ist dort auch die maximale Gasleistung für derartige Geräte auf 500 l/h festgelegt worden. Anders als bei Flaschengas, wo die Brenngase in großer Menge unter hohem Druck und/oder in Lösungsmitteln gelöst gespeichert werden, besitzt diese Geräteart keinen Gasspeicher. Deshalb ist die im Gerät vorhandene Menge Gas sehr klein und daher das Gefährdungspotential sehr gering. Die Geräte produzieren nur dann Gas, wenn das Gas tatsächlich benötigt wird. Sobald das Ventil am Brenner geschlossen wird, wird auch die Gasproduktion unterbrochen.
Muss das Elektrolyt regelmäßig gewechselt werden?
Das hängt von der Bauart der Geräte ab! Von den in Deutschland bekannten und häufig eingesetzten Lötgeräten mit eigener Gaserzeugung nach DIN 32 508 erreichen die MIG-O-MAT-Lötgeräte die mit Abstand höchste Elektrolytlebensdauer. Ein Elektrolytwechsel ist, wenn überhaupt, erst nach vielen Jahren erforderlich.
Wann sammelt sich in den Gasschläuchen der Geräte Flüssigkeit?
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten/Ursachen.

1. Überfüllen des Reaktors

Wenn der Reaktor, also die eigentliche Gaszelle, beim Nachfüllen mit destilliertem Wasser extrem überfüllt wurde, also „ überläuft“, dann läuft das stark aggressive Elektrolyt aus dem Reaktor in die Gasschläuche. Das führt zu schweren Geräteschäden! Deshalb muss ein solches Gerät schnellstmöglich repariert werden. Die Wahrscheinlichkeit für ein versehentliches Überfüllen des Reaktors, hängt wesentlich von der Reaktorgröße ab. Im allgemeinen treten derartige Probleme bei Geräten mit großem Reaktorvolumen nicht auf.

2. Kondensatbildung in Schläuchen im Geräteinneren

Die Gaserzeugung im Reaktor erfolgt mit zunehmender Erwärmung des Gerätes. Deshalb hat auch das Gas eine höhere Temperatur als die Umgebung. Es kühlt sich ab. Dabei kondensiert Feuchtigkeit. Da das Gas immer Spuren des Elektrolyts aus dem Reaktor mitreißt, ist diese Flüssigkeit gering aggressiv. Trotz Gastrocknung, für die je nach Hersteller verschiedene Wege beschritten werden, kann die Kondensatbildung nicht vollständig vermieden werden. Üblicherweise wird das erzeugte Gas durch alkoholartige Lösungen geleitet. Nach diesen Anreicherungsbehältern besteht das Kondensat dann oft zum großen Teil aus dieser Flüssigkeit.

Bei MIG-O-MAT-Geräten ab Lötstar 140 kann eine Kondensatbildung im Geräteinnern nahezu vollkommen ausgeschlossen werden!

3. Kondensatbildung im Schlauch zwischen Gerät und Brenner

Wenn Kondensat in dem Schlauch zwischen dem Gerät und dem Brenner entsteht, dann oft allein wegen der Temperaturdifferenzen, die innerhalb eines Raumes zwischen Arbeitshöhe und dem Fußboden bestehen.

Deshalb sollte diese Leitung möglichst kurz und möglichst ohne Gefälle verlegt werden. Lange Leitungen sollten schwach fallend verlegt werden. Vor dem Brenner ist hier ein Kondensatabscheider und eine zusätzliche Flammensperre zu empfehlen.

Welche Temperaturen können mit den Mikroflammlöt- und Schweißgeräten von MIG-O-MAT erreicht werden?
Die Flamme erreicht eine Temperatur von ca. 3000°C. Damit können nahezu alle Metalle geschmolzen werden. Durch den Einsatz verschiedener Verdampferflüssigkeiten kann die Temperatur der Arbeitsaufgabe angepasst werden. Die Mikroflamme ist somit das ideale Werkzeug zum Schweißen, Hartlöten, Weichlöten, Schmelzen, Glühen usw.
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Verfahrensprinzip
Mikroflamme (u.a. Löten)
Anwendungsbeispiele
Mikroflamme (u.a. Löten)
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Mikroflammgasgenerat.